Jugendfeuerwehr
  19.09.2018 RETTEN - LÖSCHEN - BERGEN - SCHÜTZEN    -     E H R E N A M T L I C H    F Ü R    I H R E    S I C H E R H E I T  !
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Chlorgasgeruch und Warneinrichtung lösen Großeinsatz aus
 Datum  Datum : Samstag, 09.06.2018 Einsatz : 20  img
 Alarmzeit  Alarmzeit : 10:07 Uhr   -   13:00 Uhr
 Einsatzort  Einsatzort : Vithal-Bad Emmerthal
 Einsatzart  Einsatzart : Gefahrguteinsatz
 Alarmierung  Alarmierung : Digitaler Meldeempfänger, Alarm ABC-Zug
 Stärke  Stärke : 1:1

Druckversion  Druckversion Fotos Fotos (19) Einsatzkarte  Einsatzkarte Glossar  Glossar

Als am Samstagmorgen um ca. 9:50 Uhr der Bademeister des Hallenbades in Emmerthal seinen Dienst antrat, merkte dieser, dass die Warneinrichtung des Chlorgasraumes angeschlagen hatte. Nach Kontrolle der Ihm vorliegenden Werte und einem stark wahrnehmbaren Chlorgasgeruch, informierte er kurz darauf die kooperative Regionalleitstelle in Hameln.
Um kurz vor 10 Uhr piepten die Funkmeldeempfänger der Ortsfeuerwehr Kirchohsen mit dem Alarmstichwort „TH Gefahrgut – Chlorgasaustritt“ im Hallenbad an der Berliner Straße. Zeitgleich wurden die Ortsfeuerwehr Grohnde, die Atemschutzüberwachung aus Amelgatzen, sowie die Gefahrguteinheit (GGE) und der ABC-Zug (im erst Alarm mit der Kleinen Schleife) des Landkreises Hameln-Pyrmont aufgrund der Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) mitalarmiert.
Da zusätzlich an diesem Tag die Wettkämpfe der Jugendfeuerwehren in der Stadt Hameln, der Stadt Bad Pyrmont und der Gemeinde Emmerthal stattfanden, entschied sich der Zugführer ABC-Zug dazu, gleich die Große Schleife nachzuziehen. Aufgrund dessen piepten um kurz nach 10 Uhr die Funkmeldeempfänger der in Afferde stationierten Erkundungs- und Lotsengruppe, sowie bei weiteren Kräften des ABC-Zuges im Landkreis.
Wie bei jedem Gefahrguteinsatz wurde die Einsatzstelle daraufhin in drei Einsatzabschnitte aufgeteilt. Der erste Abschnitt bis zur Absperrgrenze wurde von der Feuerwehr Kirchohsen, sowie der Gefahrguteinheit des Landkreises übernommen. Dort wurden die Atemschutzgeräteträger (kurz AGT) mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) ausgerüstet und mit einem Messgerät ausgestattet. Der zweite Einsatzabschnitt wurde im Gebäude, also der Unglückstelle festgelegt. Der dritte Einsatzabschnitt (Dekontamination) wurde dabei vom ABC-Zug in Zusammenarbeit mit der Ortsfeuerwehr Grohnde aufgebaut.
Der erste Trupp unter CSA ging nach kurzer Lagebesprechung mit dem Einsatzleiter Michael Ließ zur Erkundung und Messung, mittels eines CMS Messgerätes, in die Technikräume der Badeanstalt vor. Dabei ergaben alle Messwerte einen Wert unter 0,2 ppm. Was bei diesem Gas als ungefährlich galt. Vorsorglich wurden sämtliche Chlorgasflaschen zugedreht um einem eventuellen Leck kein weiteres Chlorgas zuzuführen. Außerdem wurden weitere Messungen in der gesamten Badeanstalt durchgeführt.
Zeitgleich wurden im Einsatzabschnitt drei ein Dekontaminationsduschzelt, sowie Tische und Bänke zum Auskleiden der CSA-Träger aufgestellt. Die Feuerwehr Grohnde stellte dabei die Wasserversorgung für die Dekondusche her und stellte weiteres Personal für anfallende Arbeiten zur Verfügung.
Die Erkundungs- und Lotsengruppe übernahm dabei den Aufbau des Auskleidebereiches und stellt einen PA Träger zum Entkleiden der CSA-Träger. Nachdem die Messungen alle negativ verliefen, wurde der CSA-Trupp an der Dekonstelle entkleidet und die Anzüge in spezielle Folien verstaut. Im Anschluss wurden die Säcke mit Hilfe von Karten zur späteren Reinigung gekennzeichnet.
Der Einsatz wurde als beendet erklärt, nach dem auch die Probemessung einen Wert unter 0,2 ppm ergab. Diese Messung wurde dabei nur durch einen AGT Trupp durchgeführt. Vorsorglich wurde der Bademeister durch den Rettungsdienst in das Krankenhaus zur Untersuchung gebracht.
Wichtig ist, dass während des gesamten Einsatzes keine Gefahr für die Bevölkerung bestand. Allerdings müssen wir aus gegebenem Anlass darauf hinweisen, dass Bereiche nicht ohne Grund abgesperrt sind. Sie stellen diesbezüglich einen Gefahrenbereich da und sind nur von Fachleuten zu betreten, die die Gefahr einschätzen können.

Info Chlorgas:
Chlorgas ist doppelt so schwer wie Luft und hält sich damit am Boden auf. Gefährlich ist Chlorgas vor allem für Lebewesen, da es mit dem Gewebe reagiert und dies zerstört. Mit Wasser ist Chlor löslich und wird somit in Schwimmbädern verwendet. Dort wird es so mit Wasser gelöst, dass es für Lebewesen ungefährlich ist.

 Eingesetzte Mittel :
 Sachschaden :


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  EINGESETZTE FAHRZEUGE :

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Weitere Fahrzeuge :
ABC-Zug, Gefahrguteinheit, FF Kirchohsen, FF Grohnde, ASÜ Amelgatzen  


 

 

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